Ausschreibungsfrist für Eisenbahnnetz Nord beendet: Fünf Bieter im Rennen
Starker Wettbewerb um das so genannte Eisenbahnnetz Nord in Schleswig-Holstein. Wie Verkehrsminister Dr. Jörn Biel heute (14. Mai) in Kiel mitteilte, haben sich in dem seit Januar laufenden Ausschreibungsverfahren um den Betrieb auf dem insgesamt rund 400 Kilometer langen Netz fünf Unternehmen beworben. Die Frist zur Abgabe der Angebote endete heute. Derzeit wird das Netz von der Bahn-Tochter DB-Regio, der Nord-Ostsee-Bahn (Veolia), der „nordbahn“ (AKN und Benex) und der Schleswig-Holstein-Bahn (AKN) bedient. „Es ist erfreulich, dass wir trotz der Finanzkrise eine hohe Zahl an bietenden Verkehrsunternehmen haben. Dies zeigt, dass wir mit unserem weit entwickelten und transparenten Ausschreibungskonzept auf dem richtigen Weg sind“, sagte Biel.
Bei den fünf Bietern handelt es sich um den britischen Arriva-Konzern, die DB Regio, die „Eisenbahngesellschaft Potsdam - ,Die Städtebahn’“, die NOB und die „nordbahn“.
Das Netz Nord umfasst die Bahnlinien Kiel-Husum; Husum-Bad St. Peter-Ording; Kiel-Eckernförde-Flensburg, Neumünster-Heide-Büsum, Neumünster-Bad Oldesloe sowie Kiel-Neumünster. Die Ausschreibung ist in drei Lose unterteilt. Insgesamt werden auf den knapp 400 Kilometer langen Gleisen des Netzes Nord pro Jahr von allen Zügen
5,5 Millionen Kilometer zurückgelegt. Nach den Worten von Biel sind dies mehr als 20 Prozent des Schienennetzes in Schleswig-Holstein. Der Gewinner der Ausschreibung soll das Netz für zehn Jahre betreiben.
Schleswig-Holstein hatte Mitte der 90er Jahre als erstes Bundesland mit Ausschreibungen im Schienpersonennahverkehr begonnen. Laut Biel wird jetzt erstmalig im Bundesgebiet ein Netz in dieser Größenordnung ein zweites Mal ausgeschrieben. Die Landesweite Verkehrsservice-Gesellschaft wurde vom Kieler Verkehrsministerium beauftragt, die Angebote in den nächsten Wochen auszuwerten. Die LVS wird Ende Juni einen Vorschlag für die Vergabe machen.
Ausschreibungsfrist Netz Nord beendet

