Bahnen wollen künftig besser für den Winter gerüstet sein
Der Schienenpersonennahverkehr in Schleswig-Holstein soll künftig besser auf Schnee und Eis vorbereitet sein als im Winter 2009/2010. Das ist das Ergebnis eines Gespräches zwischen der LVS, den Eisenbahnverkehrsunternehmen, den Infrastrukturbetreibern, dem Fahrgastverband Pro Bahn und dem Verkehrsministerium.Die Eisenbahnunternehmen vereinbarten unter anderem, die Zusammenarbeit beim Einsatz von Schneefräsen und Schneepflügen zu verbessern und insbesondere ausreichend viele Loks dafür zur Verfügung zu stellen. Außerdem will DB Station&Service bei der Schneeräumung der Bahnsteige und Bahnhöfe künftig stärker mit regionalen Dienstleistern zusammenarbeiten. Daneben sollen Fahrgäste künftig besser über Störungen informiert werden. Dazu sollen einige Bahnhöfe mit neuen Lautsprechern oder mit Anzeigen ausgestattet werden. Ebenfalls geplant sind Gespräche mit den Fahrzeugherstellern, um winterbedingte Fahrzeugstörungen künftig zu vermeiden oder zumindest besser in den Griff zu bekommen.
LVS-Geschäftsführer Bernhard Wewers: „Es war gut und wichtig, dass wir nach dem Ende des Winters gemeinsam überlegt haben, was wir künftig besser machen können. Bei allem Verständnis für die außergewöhnliche Situation war es natürlich schade, dass der Marktanteil des Nahverkehrs im Winter zwar deutlich gestiegen, die Pünktlichkeit aber ebenso deutlich gesunken ist.“
Trotz der verabredeten Maßnahmen wird es auch in kommenden Wintern zu Störungen im Bahnverkehr kommen. Wewers: „Bei fünfzig Zentimeter hohen Schneeverwehungen helfen uns auch Weichenheizungen nichts mehr.“
Medieninformation der LVS

